Zu Schluss der Sommer Blog Party bin ich mit meinem Beitrag Chapeau dran – einem einfachen und praktischen Wendehut, der prima vor der Hitze und vor zuviel Sonne im Gesicht schützt!

Aber zuerst: Chapeau! – an alle, die hier so toll mit ihren Blogposts und Anleitungen dazu beigetragen haben, dass dieser Blog Hop ein echter Erfolg ist!

Euch, liebe Aylin, Gesine, Nadra, Katharina, Vicky, Verena, Claudia, Barbara, Johanna, Angela, Ute und Kinga ganz, ganz herzlichen Dank für die viele Mühe, die ihr euch mit euren Beiträgen gemacht habt! So schöne Sachen sind hier im Rahmen der Sommer Blog Party gemacht worden – das war ein echter Hammer! Ich bekomme es hier im Geschäft an der
Resonanz mit, wie gut dieser Blog Hop angekommen ist. Und in den Sozial Netzwerken seht ihr euren Erfolg daran, dass da draußen ganz viele eifrig die Sachen nachnähen, die ihr mit euren Tutorials zur Verfügung gestellt habt! Und Susanne dir auch ein dickes Danke für deine großartige Unterstützung und Mitarbeit 🙂

Nach all den heißen Tutorials meiner Mitstreiterinnen sorge ich heute dafür, dass ihr alle einen kühlen Kopf bewahrt und zeige euch, wie ihr so eine Wendehut nähen könnt.

Die Idee, einen Hut für Erwachsene zu machen, stammt aus dem letzten Jahr. Ich hatte für´s Geschäft ganz viele Kinderhüte genäht, die als Deko im Schaufenster hingen – die kamen so gut an, das ich auch von Erwachsenen immer wieder darauf angesprochen wurde, ich solle doch auch für sie welche machen…. Für Freunde habe ich dann einen einfachen Schnitt in nur einer Größe gemacht und das Gradieren (Erweiterung des Schnitts in andere Größen) immer vor mir hergeschoben – bis es Winter war 😉
Als es um ein Projekt für die Sommer Blog Party ging, war das dann eigentlich klar, dass ich mal wieder zu meinen eigestaubten Kenntnissen über´s Schnitt machen und Gradieren greifen würde.

Und so sieht das dann Ausschnittweise aus. Nachdem ich einen “Prototyp” ausprobiert hatte und nach einigen Versuchen dann auch alle Fehler beglichen habe, konnte ich die drei Schnittteile von der Ausgangsgröße in zwei weitere Größen gradieren.

Small – Medium – Large / oder Kopfumfang von 55-57 – 57-60 – 60-63 cm

Hier könnt ihr euch die Schnitte für “Chapeau” als PDF runterladen

Was ihr für diesen Wendehut benötigt:

2 x je 30 cm Stoff für beide Hutseiten

20 cm Vlieseinlage G700 (Gewebeeinlage) für die Hutkrempe

Kopiert euch die einzelnen drei Schnittteile aus dem PDF in eurer Größe heraus und schneidet sie aus. Die Nahtzugabe ist im Schnitt schon mit 1/4″ Inch mit einberechnet!
Bitte markiert euch Fadenlauf und Stoffbruch an den Schnittteilen ein, damit ihr die Teile später nicht ausversehen falsch auf dem Stoff auslegt!

Jetzt legt ihr euren Stoff aus und platziert und markiert die Schnittteile auf einem der beiden Stoffe. Ich verwende zum Markieren mittlerweile gerne die Stifte von Frixion. Die gehen mit Dampf, bzw. beim Bügeln wieder raus.

Hutkrempe und Hutsteg müssen je zweimal zugeschnitten werden. Das Huttop nur je einmal aus jedem Stoff.

Wenn ihr die Schnittteile aus der PDF-Vorlage kopiert, dann habt ihr pro Schnittteil nur je eine Linie – nicht wundern! Ich habe hier noch die Linien vom Gradieren drauf….

Wenn ihr alle Schnittteile aufgezeichnet habt, dann legt ihr den zweiten Stoff unten drunter und steckt mit Stecknadeln entlang der Schnittlinien die Schnittteile durch beide Stoffe fest.

So müsste jetzt euer Zuschnitt aussehen: 2 Huttops / 4 Hutkrempen / 4 Hutstege.

Tipp:
Wenn ihr euch beim Zuschnitt mit einer kleinen Schere jeweils die Mitte der Schnitteile oben und unten mit kleinen Einschnitten markiert, habt ihr es später einfacher, die Positionen beim Zusammenfügen zu finden!

Das Vlies klappt ihr einmal in der Hälfte zusammen und zeichnet euch das Schnittteil für die Hutkrempe auf.

Tipp:
Ich verwende hier ein Gewebevlies zum Aufbügeln, statt einem “normalen” Vlies wie das H180 oder H250. Beide letztgenannten sind mir entweder zu lappig oder zu steif, wo hingegen das Gewebevlies der Krempe den nötigen Halt gibt und eher so wirkt, als ob der Stoff etwas fester statt steifer wäre.

Das Vlies wird auf einen der beiden Krempen-Stoffe aufgebügelt. Im Prinzip ist es egal, welche der beiden Stoffe ihr dazu verwendet. Ich wähle für gewöhnlich den Stoff, der bei mir eher inne sein wird.

Schließt jetzt die Teilungsnähte der Hutkrempe…

… und schneidet die Nahtzugabe an der äußeren Kante knapp weg.

Anschließend näht ihr Ober- und Unterstoff der Hutkrempe aufeinander. Dabei legt ihr die Teilungsnähte als Orientierung übereinander und steckt euch dann rundum Stecknadeln.

Dann näht ihr die beiden Stoffe der Hutkrempe an der äußeren Naht mit einem 1/4″ Inch Nahtzugabe zusammen.

Wendet die Hutkrempe nach außen und bügelt die Naht flach aus.

Jetzt wird die Hutkrempe abgesteppt: Zunächst ganz knapp am äußeren Rand und dann mit Hilfe eines Kantenlineals (oder vorgezeichneten Linien) im Abstand von je 1 cm Abstand.

Weiter geht es mit dem Hutsteg und dem Huttop. Dazu steckt ihr euch erst einmal anhand er Markierungen Seitennaht sowie vorder- und hintere Mitte mit Stecknadeln fest. Dann steckt ihr euch mit Hilfe weiterer Stecknadeln entlang der Schnittkanten die beiden Hut-Teile zusammen.

So sieht das dann aus 😉

Jetzt auch diese Naht mit einem 1/4″ Inch absteppen.  
Damit die Nahtzugabe von Huttop und -krempe in Richtung Hutkrempe bleibt, wird das von außen auf der Hutkrempe-Seite zusammen knappkantig durchgesteppt.

Gesteppt sieht das dann so aus! Und ihr könnt das Hutplateau erkenne 😉
Die gleichen Schritte arbeite ihr mit dem anderen Stoff genauso.

Als nächstes wird das eine Hutteil mit der Krempe verbunden. Anhaltspunkte zum Zusammenstecken sind wieder die aufeinander gehörigen Seitengenähte und die Markierungen für vordere- und hintere Mitte.

Auch diese Naht wieder mit 1/4″ Inch Nahtzugabe schließen.

Die Nahtzugabe von  Hutkrempe und Hutsteg in Richtung Hutsteg legen und von außen knappkantig auf dem Hutsteg absteppen.

Nun die untere Kante des anderen Hut-Oberteils einen 1/4″ Inch um bügeln.

Dieses Hutteil jetzt entlang der Teilungsaht auf dem fast fertigen Hut feststecken.

So kann man den Hut noch nicht tragen….

..dazu müsst ihr jetzt mit kleinen Stichen das Hutteil an den Hut annähen. Wenn ihr das schön mit knappen kleinen Stichen hinbekommt, dann sieht man nachher keinen Unterschied zu der Naht mit der Nähmaschine…

Tipp:
Ihr könnt auch erst beide einzelnen Huthälften (also jeweils die beiden verschiedenen Stoffe) fertig nähen und dann an der Hutkrempe entlang verstürzen, eine kleine Öffnung lassen, den Hut wenden, die Öffnung schließen und dann die Hutkrempe absteppen.

Gestern war ich auf dem Markt Fräulein Zuckerminz´ Designgesellschaft und traf viele bekannte Gesichter! Einige davon waren so lieb und standen mit dem Chapeaux model.

Auch Frau B. wirkt als Model für den Chapeau mit!

Wie auch immer ihr den Chapeau nähen werdet, ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mich und alle anderen Interessierten teilhaben lassen würdet! Wenn ihr auf Flickr seid, dann könnt ihr eure Bilder vom Chapeau und natürlich auch von allen anderen Sommer Blog Party Projekten in den Flickr-Gruppen-Pool einstellen!
Und hinterlasst mir doch bitte einen Kommentar, wie euch mein Chapeau gefällt – und schreibt auch, wie euch die Sommer Blog Party gefallen hat (oder auch nicht?!?)!

Und denkt daran, dass es etwas zu gewinnen gibt! Wenn ihr euch mit euren eigenen genähten Sommer Projekten oder mit einem Projekt, das ihr nach einer Anleitung von der Sommer Blog Party genäht habt, verlinkt! Die Linky-Party ist von heute an noch zwei Wochen geöffnet 🙂 Ihr findet den Zugang auf dem Post zur Sommer Blog Party ganz unten!

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