In der Quiltmanufaktur ist die Anarchie ausgebrochen – ich habe mir herrenlose Stoffe geschnappt und endlich mal wieder einen Quilt genäht!
Neulich habe ich den Kurs Daizys nach Jan Mullen gegeben und musste einige Muster zum Erklären nähen. Die haben solch einen Spaß gemacht, das daraus dieses Exemplar entstanden ist. Als ich gestern Abend den letzten Stich gemacht- und ihn dann im Ganzen betrachtet habe, fiel mir der Name Guerilla Gardening ein 🙂

Und warum Anarchie? Weil ich wirklich – ganz wirklich bemüht bin, meine Stoffsammlung zu reduzieren, satt mich aus den neuen Stoffen im Laden zu bedienen. Zugegebener Maßen ist das sehr schwierig…. Schließlich bestelle ich die Stoffe ja hauptsächlich, weil sie mir gefallen…. Mit den Fat Quarter lässt sich eine erste Auswahl ganz gut treffen, besser als wenn man mit den ganzen Stoffballen hantieren muss.

Die Idee war eine wirklich bunte Blumenwiese auf einem dezent-grünen Hintergrund – dazu dann die Stoffauswahl, wie sie im Bild zu sehen ist. Wobei sich da zwischenzeitlich noch einiges geändert hat… Logisch, wenn man lauter schöne Lieblingsstoffe hier rumliegen hat!

Die Blümchen sehen einfach aus, sind aber extrem arbeits- und materialaufwendig! Es braucht dann auch viel Zeit, Geduld und Stoff, bis man eine Auswahl an verschieden großen Blöcken und Farben zusammen hat.

Das halbfertige Teil lag jetzt einige Zeit hier rum und zwar nicht, weil ich keine Zeit gehabt hätte, es fertig zu machen, sondern weil mir einfach nicht einfallen wollte, wie ich es quilten sollte…. Der Einfachheit halber habe ich erstmal die Quiltlinien um die Blümchen herum mit einem Trickmaker markiert – ca. 1/8″ Inch.

Die Linien habe ich dann abgesteppt – ein Anfang…. Die Blumenstempel habe ich ebenfalls im Nahtschatten gequiltet. Dann lag der Quilt erneut für eine Weile in der Ecke. Ich bin nicht so der “Ausfüller”, was das Quilten betrifft. Hätte ich eine Longarm, würde sich das vermutlich schlagartig ändern….

In Ermangelung anderer Ideen und weil ich endlich ein Resultat sehen wollte, habe ich lauter schief-nach-schräg-Linien gequiltet.

Die Blumen kommen schön plastisch hervor und der ganze Quilt ist durch das Quilten nicht allzu “platt”. Außerdem passen die Linien ganz gut zu den vielen Verschnittlinien, die beim Blumennähen entstanden sind.

Die Rückseite passt ganz hervorragend zu dem Quilttop. Das ist ein Stoff von Moda, den ich total lieb, der wunderbare große Motive hat und in den Farben sehr gut passt.
Jetzt ist er dann fertig ( ca. 90 x 120 cm ) und hängt schon in der Nische im Geschäft, versprüht hier so was wie Frühlingsgefühle!
Vielleicht packe ich nachher mal ein paar Blumensamen in kleine Säckchen, damit die Anarchisten unter meinen Kunden sich voll motiviert ans Guerilla Gardening in Frankfurt machen – mal schauen, wer sich traut 😉

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